Schmerzerklärungsmodell

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Informationen zum Hintergrund

Was bei der Schmerztherapie passiert!
Diese Erklärung macht es anfassbarer für Sie.

Die L & B Schmerztherapie ist eine Manualtherapie aber das Besondere an dieser Methode ist, sie hat einen anderen Hintergrund.

Bei dieser Methode steht das Gehirn im Vordergrund. Das wollen wir verändern.
Warum? 
In den letzten 30 Jahren haben Liebscher und Bracht herausgefunden, dass die meisten Schmerzen die im menschlichen Körper entstehen, damit zu tun haben, das durch nicht Bewegungsausführung, d.h., durch mögliche Bewegungen die wir eigentlich tun könnten, die wir aber im Alltag (im Büro, beim Sport) nicht mehr tun, muskulär, fasziale Hochspannungen entstehen. Und diese Hochspannungen bedrohen die Gelenke, die Wirbelsäule, die Bandscheiben und den Gelenkknorpel.

Davor möchte der Körper sich schützen.
Wir sprechen hier von funktionellen Schmerzen, nicht von strukturellen Schmerzen.

Und diese Hochspannungen in den Muskeln entstehen vom Ansteuerungsprozess her im Gehirn. Es sind Programme die in den Basalganglien geschaltet werden.

In der zweiten Instanz kommt dann das PAG hinzu. Das „Periaquäduktale Grau“.
In diesem Bereich des Gehirns entsteht der Schmerz, die Schmerzintensität.

Diese zwei Bereiche im Gehirn sind sehr wichtig, denn damit arbeiten wir.

Was passiert?
Wir haben den Knochen zum Ziel.
Wir benutzen Rezeptoren am Knochen. Nicht den Muskel und nicht die Faszie.

Liebscher und Bracht haben herausgefunden, dass es am Körper 72 Stellen gibt, die mit den Schmerzzuständen korrelieren, die im Gehirn praktisch ausgelöst werden.
Das sind die Punkte auf die wir gehen.

Mit der von Liebscher und Bracht entwickelten Schmerzpunktpressur werden die fehlprogrammierten Muskelspannungen über die Beeinflussung des Gehirns, vor allem den Programmen in den Basalganglien heruntergefahren.

Der muskuläre Spannungsanteil der heruntergefahren wird, reicht meist aus, um den Alarm Schmerz, der gesendet wird, drastisch herunterzufahren.
Und wenn wir das tun und der Schmerz wird drastisch heruntergefahren, dann bedeutet das, dass dieser Bereich für die Schmerzen verantwortlich ist.
Nicht etwa der Zustand der Struktur, die Arthrose oder der Bandscheibenvorfall.
 

Wenn wir also Einfluss in diesen Vorgang genommen haben, dann gibt es natürlich vom Gehirn runter in die Struktur, in die Muskulatur gemäßigtere Ansteuerungen und die Gelenke werden weniger belastet.
Und dieser neue Spannungszustand wird jetzt von ganz vielen Rezeptoren im Körper wahrgenommen. Und diese geben diese Information dann wieder nach oben zum Gehirn.
Und dort wird jetzt abgeglichen ob die Situation verändert ist oder nicht, ob die Bedrohung heruntergefahren ist.
Und das ist ein andauernder Kreislauf der hier passiert, der hier immer wieder angesteuert wird, vermessen wird, die Information weiter an das Gehirn weiterleitet und hier abgeklärt wird.

Genau in diesen Prozess können wir mit der Schmerzpunktpressur an den 72 Punkten am Körper, am Knochen eingreifen.

Das ist was in der ersten Behandlung passiert. Der Rest ist eigentlich nur noch ein umstrukturieren des Gehirns und der Faszie. Aber vor allen Dingen des Gehirns, weil da hat alles seinen Anfang genommen.


Schmerzen entstehen im Gehirn und können dort auch beeinflusst werden.
Bitte denken Sie jetzt nicht fälschlicher Weise, dass wir den Schmerz löschen, sondern wir löschen die Programme (fehlprogrammierte Muskelprogramme).
Durch den Druck auf die Knochenpunkte fahren wir die Spannung runter, der Körper steuert anders an und dann entscheidet der Körper selbst über den Austausch des PAG und den Basalganglien.
Durch den Austausch kann der Schmerz, der vorher signalisiert wurde, um z.B. ein Gelenk zu schützen, wieder heruntergefahren werden.
Wir stellen also eigentlich nur die genetisch programmierte Grundbedingung her. Ein Reset für diese Programme, so dass der Körper sich wohl fühlt.
Aber damit ist die Situation ja noch nicht dauerhaft bereinigt, weil die Ursache war ja das, was so alles im Alltag vor sich geht.

Nach der ersten Behandlung beginnt der Klient mit seinen Engpassdehnungen.
Die Engpassdehnungen sind ein fester Bestandteil dieser Therapie. 

Liebscher und Bracht haben 27 Engpassdehnungen entwickelt und mit diesen 27 Übungen können wir den Körper von Kopf bis Fuß wieder in seine normalen genetischen Spannungszustände bringen.
Dadurch sieht der Körper keine Notwendigkeit mehr einen Schmerz zu schalten.

Wir müssen uns eins noch mal klar machen, der Verschleiß der entsteht, ist ein Symptom der zu hohen Spannungen. 
Also die Arthrose, die strukturellen Veränderungen, der Verschleiß, all diese Nebeneffekte sind Begleiterscheinungen der zu hohen Spannung, haben aber nichts mit der Schmerzursache zu tun. Bereinigen wir die Situation indem wir die Spannung so herunterfahren, dass der Körper neu vermisst und er dann selbst entscheiden kann, ob er diesen Schmerz, der als Alarm gedacht war, um die Struktur zu schützen, um das Überleben zu sichern, ob der abgestellt werden kann..

Dann werden die Übungen gemacht, die werden kontrolliert und irgendwann ist die Situation dann so, dass der Klient sich dann selber schmerzfrei halten kann.

In der Regel braucht man für einen Schmerzzustand drei bis fünf Sitzungen.

 

(Quelle: Vortrag: Roland Liebscher-Bracht)